Samstag, 8. April 2017

*Rezension* Helen B. Kraft - Gefährliche Lügen

https://www.amazon.de/Gef%C3%A4hrliche-L%C3%BCgen-Erbe-Sieben-W%C3%BCsten/dp/3959590423/ref=tmm_pap_swatch_0?_encoding=UTF8&qid=1490805653&sr=8-4
Reihe: Erbe der Sieben Wüsten Bd.4
Verlag: Machandel Verlag
Seitenzahl: 381 Seiten
Erscheinungsdatum: 23. März 2017

Inhalt:
Prinzessin Naya hat ein gewaltiges Problem, ebenso wie Calliou, der Sohn des Kanzlers. Beide haben Mühe, dem Einfluss ihrer überdominanten Väter zu entkommen. Da hilft es auch nicht wirklich, dass Naya sich immer in die falschen Männer verliebt, oder dass Calliou im Geheimen als Assassine für die Königin arbeitet.
Sie proben den Aufstand, doch der Zeitpunkt könnte ungünstiger nicht sein. Ein Feind bedroht die Bestien, entschlossen, sie alle auszurotten. Wenn Kobolde und Bestien es nicht schaffen, als Freunde und Familie zusammenzuhalten, könnte es das Ende für das Reich der Sieben Wüsten bedeuten.

Rezension:
Wir haben das Jahr 2040 und Sela und damit auch die Bestien sind immer noch unentdeckt. Aber das Leben der Bestien und auch der Kobolde, wie sie es bisher kannten ist in Gefahr. 
Die Protagonistin Naya ist mir ihren 24 Jahren noch ziemlich jung für eine Bestie (Ihre Mutter ist immerhin an die 2000 Jahre alt) und ich kam mit ihrer Art nicht so ganz zurecht. Sie wirkte manchmal wie ein bockiges Kind und ist auch kein so starker Charakter wie die Damen oder sollte ich besser sagen Kriegerinnen der Vorgängerbände. Ich hatte das Gefühl, dass sie immer Hilfe braucht, sobald sie sich in Schwierigkeiten bringt. Ich kann sie mir noch nicht als Königin der Bestien vorstellen, da ihr dafür noch die Erfahrung und die Stärke fehlt. Erst am Ende wurde sie mir wirklich sympathisch, denn dann fing sie an für sich und das was sie wollte einzustehen.
Calliou ist anders als die anderen Kobolde und das liegt nicht nur daran, dass er größer ist. Er ist der jüngste Sohn des Kanzlers Barrique mit der er kein besonders gutes Verhältnis pflegt. Abgesehen davon arbeitet er heimlich als Assassine für die Königin und versucht auch herauszufinden, wer der Kobolde getötet hat.
Bisher ging es immer um Bestien, aber dass jetzt auch mal ein Kobold einer der Hauptakteure ist, hat mit eigentlich ganz gut gefallen. Es war auf jedem Fall mal wieder etwas anderes und ich freue mich darauf, was Helen B. Kraft noch so bereit hält. Leider war mein Lieblingscharakter aus den ersten drei Bändern mir in diesem Teil überhaupt nicht sympathisch. Ich weiß, dass manchmal Charaktere auch unsympathisch sein können, aber irgendwie war ich hier schon von ihm enttäuscht.
Es gab wie auch bei den vorherigen Bändern der Erbe der Sieben Wüsten Reihe viel Gewalt, viel Blut und auch viel Sex. Gestört hat es mich natürlich nicht, da ich es gewohnt war, aber irgendwie konnte ich mich mit der gesamten Geschichte nicht so anfreunden, wie bei den Vorgängern. Zum Glück fehlte es auch hier an Humor nicht und die Geschichte brachte mich zwischendurch auch zum Grinsen.
Ich bin froh, dass ich die anderen Teile kenne, denn auch wenn die Geschichte in sich abgeschlossen ist, so gibt es ein paar Sachen, die ich ohne Vorkenntnis vielleicht nicht begriffen hätte. Was mir wieder unglaublich gut gefallen hat, waren die Zitate oder Selanischen Sprichworte an jedem Kapitelanfang.
Der Schreibstil war fließend und flüssig und die ganze Geschichte auch ziemlich spannend udn wie immer unvorhersehbar. Das liebe und hasse ich gleichzeitig an der Autorin, denn sie überrascht einen immer wieder. Und plötzlich passiert etwas womit man nie gerechnet hat.


3 von 5 Schmetterlinge für den schwächsten Band der Reihe

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