Montag, 27. Februar 2017

*Rezension* Rose Snow - 17: Das erste Buch der Erinnerung

https://www.amazon.de/17-erste-Buch-Erinnerung-B-cher/dp/1540563820/ref=tmm_pap_swatch_0?_encoding=UTF8&qid=1487676887&sr=8-1
Reihe: Die Bücher der Erinnerung Bd. 1
Seitenzahl: 278 Seiten
Erscheinungsdatum: 24. November 2016

Inhalt:
Mit klopfendem Herzen blickte ich in sein ernstes Gesicht. „Was möchtest du mir zeigen?“, fragte ich mit dem letzten Rest Verstand, der mir geblieben war. „Die Wahrheit“, sagte er dann und griff nach meiner Hand. 
Seit Jo denken kann, zieht sie mit ihrem Vater von Ort zu Ort, fast, als wären sie auf der Flucht. Als er ihr eröffnet, dass sie nun ausgerechnet im nasskalten Hamburg sesshaft werden sollen, hält sich ihre Begeisterung in Grenzen. Bis sie in ihrer neuen Schule zwei gutaussehenden Jungs begegnet, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Adrian, der Jo bewusst auf Distanz hält, und Louis, der sich offensichtlich für sie interessiert. Die zwei Jungs verbindet eine geheimnisvolle Rivalität, die Jo nicht zu deuten weiß - aber noch weniger versteht sie, was gerade mit ihr selbst los ist. Was für Bilder tauchen plötzlich in ihrem Kopf auf? Hat sie Halluzinationen? Oder sind das tatsächlich fremde Erinnerungen, in die sie kurz vor ihrem 17. Geburtstag auf einmal blicken kann?

Rezension:
Jo zieht mit ihrem Vater, seit dem Tod ihrer Mutter vor ungefähr 10 Jahren immer wieder um. Von Wien ging es jetzt nach Hamburg. Sie musste eine Stadt, in der sie sich wohlfühlt und zwei Freundinnen gegen Regen und die neue Freundin ihres Vaters eintauschen. Schon am ersten Tag an ihrer neuen Schule trifft sie auf zwei attraktive Jungs: der geheimnisvolle Adrian und Loius, der auch neu in der Stadt ist. Beide scheinen sich zu kennen und nicht wirklich leiden zu können. Hinzu kommt, dass sie in die Erinnerungen fremder Menschen sehen kann.
Jo ist eigentlich ein typisches, fast siebzehnjähriges Mädchen, aber leider fand ich sie etwas zu bockig und hatte wirklich Probleme mich mit ihrer gesamten Art anzufreunden. Natürlich ist es nicht leicht immer wieder umzuziehen und seine Freunde zurückzulassen, aber ihre ganze Art hat mich meistens genervt. Erst ab der Mitte fing ich an sie wirklich sympathisch zu finden. Was ich auch immer ganz besonders mag, ist es, wenn die Charaktere nicht immer perfekt sind, sondern auch mal ein paar Schwächen haben.
Die Nebencharaktere fand ich wirklich sehr interessant. Der interessante Louis, die sympathische und unsichere Conny, der Idiot Finn oder der absolut geheimnisvolle Adrian. Sie alle waren toll gezeichnet und ich will vorallem über Adrian mehr erfahren.
Ich war von der Grundidee absolut begeistert, aber mir fehlte es an Spannung. Jo konnte zwar in fremde Erinnerungen blicken, aber erst zum Ende hin nahm die Geschichte wirklich an Fahrt auf. Die meiste Zeit ging es mehr um die typischen Teenagerprobleme: Wie sehr Jo von Hamburg genervt ist und wie sehr sie Wien und ihre beiden Freundinnen vermisst. Wie heiß der undurchschaubare Typ ist, der sie andauernd anstarrt, aber sich sonst von ihr fernhält. Wie wenig Lust sie auf das neue Leben mit ihrem Vater, seiner neuen Freundin und dessen blöden Sohn hat.  
Abgesehen von den Erinnerungen, die Jo sieht, hat das Buch mehr von einem Teeniedrama und erst am Ende ging es für mich erst wirklich los. Genau aus diesem Grund werde ich die Trilogie weiter verfolgen, denn ich glaube, dass da noch ganz viel passieren wird und ich möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht und was es genau mit der Gabe auf sich hat.


3 von 5 Schmetterlinge für das erste Buch der Erinnerungen

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