Dienstag, 29. November 2016

*Rezension* Ewa A. - Unter den drei Monden

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Verlag: Dark Diamonds
Seitenzahl: 428 Seiten
Erscheinungsdatum: 28. Oktober 2016

Inhalt:
Die 19-jährige bildhübsche Kadlin ist die einzige Tochter des Stammeshäuptlings der Smar. Keine leichte Rolle für eine fast erwachsene Frau, die nach den Regeln ihres Volks längst verheiratet sein sollte. Doch anstatt dass sie sich wie alle anderen Mädchen auf dem Sonnenfest nach einem Mann umsehen darf, wurde ihre Hand bereits dem Stammessohn der herrschsüchtigen Ikol versprochen. Eigensinnig wie sie ist, geht sie dennoch hin, um dort den einzigen Mann zu umgarnen, der ihr Schicksal wenden könnte: Bram, den stattlichen Kriegersohn des Feindesstamms. Allerdings läuft nicht alles nach Plan und ehe sich Kadlin versieht, muss sie als Knabe verkleidet flüchten. Dabei landet sie ausgerechnet in Brams Trainingslager, wo dieser junge Krieger auf ihre Mannesprüfung vorbereitet…

Rezension:
Seit vielen Jahren herrscht zwischen dem Stamm der Smar und dem Stamm der Unaru Krieg. Beide Stämme haben Verbündete und zu den Verbündeten der Smar soll bald auch der Stamm der Ikol gehören. Dazu soll Kadlin, die Tochter des Häuptlings Hadd heiraten, den Sohn des Häuptlings der Ikol. Doch Hadd ist brutal und grausam. Sie will daher auf dem Sonnenfest den Häuptlingssohn der Unaru umgarnen und dadurch vielleicht sogar eine jahrzehntelange Feindschaft begraben. Doch es kommt alles anders und zusammen mit ihrer besten Freundin Lijufe, sieht sie ein Verbrechen und muss fliehen. Als Jungs eines anderen Stammes verkleidet, landen sie ausgerechnet bei Bram und seinem Traininglager für junge Krieger.
Ich musste bei der Geschichte ein wenig an den Disneyfilm Mulan denken, bei dem sich die Hauptprotaginstin auch in einem Lager voller Männer ist und dort lernt zu kämpfen. Nur war es hier nicht gewollt, sondern eher Zufall, dass sie dort gelandet ist. Aber insgesamt hatte ich die Geschichte keine Ähnlichkeit mit dem Disneyfilm, wodurch mir dieses Buch noch besser gefallen hat.
Kadlin ist wirklich authentisch und ein sehr lebensechter Charakter. Sie will nur das beste für ihren Stamm, aber natürlich will sie auch selbst glücklich werden. Sie findet im Laufe der Geschichte immer mehr zu sich selbst und auch zu ihrer inneren Stärke. Sie will dafür einstehen was sie liebt und auch für das was sie für richtig erachtet. Die Gefühle, die Bram in ihr weckt und auch dass sie sich die Gefühle nicht eingestehen darf, da sie ja in seinen Augen ein Junge ist, ist natürlich nicht gerade leicht für sie.
Ich fand die Szenen in der sie und Lijufe sich als Jungs ausgaben unglaublich witzig und sie haben dem Buch dadurch auch ein klein wenig Lockerheit gegeben. Da auch Bram immer wieder irritiert war von ihrem Verhalten.
Bram fand ich unglaublich interessant. Sein Oberkörper ist von Narben 'entstellt', zumindest sieht er es so. Und daher kommt es auch, dass ein Teil von ihm immer etwas unsicher ist, da er nicht weiß, ob die Frau, die er kennen lernt ihn vielleicht nur wegen seinen Status will und seine Narben sie vielleicht doch abstoßen. Als er erkennt dass die Frau, die er auf dem Sonnenfest kennenlernt und um die er sogar werben will, eine Smar ist, kommt auch sein Stolz zum Vorschein. 
Sowohl er als auch Kadlin haben ihre Schwächen und auch ihre Fehler, da beide unglaublich stur sind. Zwischendurch hätte ich sie gerne mal geschüttelt, da beide dem anderen entweder mal nicht richtig zugehört haben oder es nur so verstanden haben, wie sie es verstehen wollen. Es war zum Haareraufen.
Aber dadurch blieb es unglaublich spannend. Man wusste nicht welche Missverstädnisse (abgesehen davon, dass er sie am Anfang für einen Mann hält) noch auf die beiden zukommen würde und wie sich die Geschichte im ganzen noch entwickeln würde.
Ich muss zugeben, dass ich mit dem Ende nicht so gerechnet hatte und wirklich von der Geschichte überrascht wurde. Schon den Anfang hatte ich nicht so erwartet, da die Geschichte nicht in Amerika zur Zeiten der Ureinwohner spielte, sondern in einer komplett fiktiven Welt. Einem Ort in dem es drei Monde gibt, fantastische Wesen, die man hier nicht kennt und Pflanzen, die wirklich gefährlich sein können. Die Autorin hat eine fantasievolle Welt geschaffen, die man in der Art und Weise noch nicht gesehen hat. Absolut Fantastisch und unglaublich sind nur zwei der Worte, die mir dabei einfallen. Man musste am Anfang schon ziemlich gut aufpassen um ein genaues Bild zu bekommen von all den Stämmen, den Traditionen und Eigenheiten, aber ich war trotzdem sofort in der Geschichte drin. Sie konnte mich absolut fesseln und ich habe das Buch innerhalb eines Tages ausgelesen.
Ingesamt war 'Unter den drei Monden' eine wundervolle Fantasygeschichte voller Emotionen, mitreißender Spannung, authentischen Charakteren und einer Prise Humor.

 5 von 5 Schmetterlinge für ein absolutes Lesehighlight

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