Samstag, 1. August 2015

*Rezension* Bethany Griffin - Die Stadt des roten Todes

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Reihe: Das Mädchen mit der Maske Bd.1
Verlag: Goldmann
Seitenzahl: 352 Seiten
Erscheinungsdatum: 19. Oktober 2012
Originaltitel: Masque of the Red Death

Inhalt:
Die Stadt ist von der Umwelt abgeschnitten, ganze Straßenzüge liegen in Ruinen. Der Regent feiert wilde Feste, während die Bevölkerung von einer schrecklichen Seuche dahingerafft wird. Nur eine kleine Oberschicht kann sich durch kostbare Masken vor der Krankheit schützen. So auch die junge Araby. Doch unter der Last einer großen Schuld sucht sie Vergessen in den Nachtclubs der Reichen. Dort begegnet ihr der faszinierende, verführerische William. Und Elliott, tollkühn, ein Revolutionär. Beide werben um Araby. Und sie muss sich entscheiden, ob sie sich dem Leben stellen und kämpfen will. Um ihre Liebe. Um Vergebung für ihre Schuld. Und um die Zukunft.


Rezension:
Das Cover ist einfach unglaublich schön und die Kurzbeschreibung machte einfach Lust, dieses Buch zu lesen.
Obwohl die Reihe 'Das Mädchen mit der Maske' heißt, wird gar nicht näher auf die Maske eingegangen. Man weiß zwar. dass sie die Luft filtert und sie nur bei dem Menschen hilft, der sie als erstes trägt. Draußen muss man die Masken wegen der verpesteten Luft tragen, aber drinnen werden sie plötzlich abgenommen. Wie funktionieren diese Masken? Ich hätte gerne mehr darüber erfahren. 
Auch über die Krankheit bekommt man nicht alle Informationen. Warum sterben alle Pferde daran, aber die Kühe bleiben verschont. Dadurch fand ich es sehr verwirrend.
Mit Araby konnte ich mich nicht so wirklich anfreunden. Sie hatte durchgehend Schuldgefühle, weil sie sich die Schuld am Tod ihres Zwillingsbruders Finn gab. Deshalb schwor sie sich nie zu verlieben oder eine Beziehung einzugehen, all die Sachen, die Finn nicht mehr tun konnte. Ich konnte verstehen, dass sie sich schuldig fühlte, aber aus diesem Grund keine Gefühle zu zulassen, kam mir sehr extrem vor. Abgesehen davon war sie fast nur am jammern.
Auf der einen Seite kennt sie Elliot erst seit ein paar Tagen und vertraut ihm nicht wirklich, hat aber dann doch kein Problem damit in das Labor ihres Vaters, dem Erfinder der Masken, einzubrechen und Unterlagen zu entwenden. Ihr Verhalten hat mich dadurch dann doch sehr irritiert. Sie hat mich an eine Puppe erinnert, Elliot möchte dies und das von ihr und sie tut es. Sie wirkte immer schwach und hilflos und musste dauernd gerettet werden.
Elliot mochte ich gar nicht. Er war mir vom ersten Moment an unsympathisch und ich konnte ihn überhaupt nicht einschätzen. Er war arrogant und ich habe mich zwischendurch gefragt, wieso Araby ihm überhaupt vertraut.
Will hingegen war mir sofort sympathisch. Er kümmert sich um seine zwei kleinen Geschwister und versucht alles um sie vor der Krankheit zu schützen. Er steht Araby bei und versucht ihr zu helfen, trotzdem wirkte er etwas langweilig. Zwar war er mir von allen am sympathischsten, aber richtig interessant war er leider nicht.
Dieses Buch ist eine Mischung zwischen Dystopie und Steam Punk. Es spielt zwar in einer ungewissen Zukunft, ist aber mit Elementen aus der Vergangenheit durchsetzt. Es gibt Dampfkutschen und und Gaslaternen, aber gleichzeitig auch Drogen und Nachtclubs.
Der Schreibstil hat mir zwar gefallen, aber zwischen den einzelnen Kapiteln war manchmal ein Cut. Das hat mich jedes Mal rausgebracht und ich war von dem Buch nicht so sehr gefesselt, wie ich es gehofft hatte. Erst auf den letzten Seiten wurde die Geschichte wirklich interessant.
Ich werde das zweite Band dieser düsteren Duologie lesen, weil ich unbedingt wissen möchte wie es weiter geht.

3 von 5 Federn für das Mädchen mit der Maske

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